Ein Techniker mit fünfzehn Jahren Erfahrung ist noch kein guter Trainer. In der Wind- und der maritimen Industrie entscheidet aber genau das über Arbeitssicherheit: ob ein Instruktor Wissen nicht nur besitzt, sondern auch normkonform und didaktisch wirksam vermitteln kann.
Grundausbildung neuer Instruktoren für die Windindustrie nach dem Instructor Qualification Training Framework.
Ausbilderqualifikation für die maritime Industrie, Basis für Trainer an Bord und an Land.
Aufbaustufe für bereits aktive Instruktoren, die ihre Trainerkompetenz vertiefen.
Erwachsenenbildung, Methodenvielfalt sowie digitale Tools und neue Technologien (E-Learning, Blended Learning).
Jede Trainerausbildung baue ich selbst nach dem Ausrichtungsdreieck auf:
Die Teilnehmenden lernen nicht nur Inhalte, sondern lernen, wie sie Lernziel, Lernaktivität und Bewertung in ihrer eigenen Trainingspraxis konsequent aufeinander abstimmen.
Reedereien und Werften mit
IMO-Ausbildungspflicht
Zertifizierte, didaktisch souveräne Trainer, die Wissen sicher, normkonform und praxisnah vermitteln – und ihre Schulungen eigenständig weiterentwickeln können.
Lernaktivitäten sind didaktische Methoden und Aufgaben, die darauf ausgelegt sind, die Lernenden dabei zu unterstützen, die definierten Lernziele aktiv einzuüben und zu erwerben. Sie müssen direkt auf die Lernziele abgestimmt sein, sodass jede Aktivität gezielt auf den Aufbau der angestrebten Kompetenz einzahlt.
Lernziele definieren das messbare „Wissen, Fertigkeiten & Fähigkeiten“ Domains, die ein Lernender am Ende einer Trainingseinheit nachweisen soll. In der Taxonomie werden sie unter Verwendung spezifischer Handlungsverben (z. B. nach Blooms Taxonomie) formuliert, um Klarheit und Überprüfbarkeit zu gewährleisten.
| Lernziel-Stufe | Passende Prüfungsform |
|---|---|
| Erinnern | Multiple Choice, Quiz |
| Verstehen | Erklärung in eigenen Worten, Kurzvortrag |
| Anwenden | Praktische Aufgabe, Simulation |
| Analysieren | Fallstudie, Problemlösung |
| Bewerten | Beurteilung eines Szenarios begründen |
| Erschaffen | Projektarbeit, Konzept entwickeln |
Ein Lernziel beschreibt, was ein Teilnehmer nach dem Training können oder wissen soll. Klingt einfach — ist es aber nicht.
Das Problem mit Lernverben: Viele Trainer schreiben Lernziele wie:
„Der Teilnehmer kennt die Sicherheitsvorschriften.“
„Kennen“ ist ein weiches, nicht messbares Verb. Wie prüft man, ob jemand etwas „kennt“? Gar nicht.
Besser wäre:
„Der Teilnehmer kann die drei wichtigsten Sicherheitsvorschriften benennen und an einem Beispiel anwenden.“
Benennen und anwenden sind konkrete, prüfbare Verben.
Was ist die Taxonomie? (Bloom’sche Taxonomie) Benjamin Bloom hat in den 1950ern eine Stufenleiter des Lernens entwickelt. Sie geht von einfach nach komplex:
| Stufe | Was wird verlangt? | Beispielverben |
|---|---|---|
| 1. Erinnern | Fakten wiedergeben | nennen, aufzählen, definieren |
| 2. Verstehen | Inhalte erklären | erklären, beschreiben, zusammenfassen |
| 3. Anwenden | In neuer Situation einsetzen | anwenden, durchführen, berechnen |
| 4. Analysieren | Zusammenhänge erkennen | vergleichen, unterscheiden, untersuchen |
| 5. Bewerten | Urteile bilden | beurteilen, bewerten, begründen |
| 6. Erschaffen | Neues entwickeln | entwickeln, entwerfen, planen |
Das typische Trainingsproblem: Ein Unternehmen will, dass seine Techniker eine Maschine selbstständig warten können — das ist Stufe 3 (Anwenden). Aber das Training besteht nur aus PowerPoint-Folien und Erklärungen — das trainiert maximal Stufe 1–2. Das Lernziel und die Methode passen nicht zusammen. Das Dreieck steht schief.